Duschkabine

Duschkabinen nach dem aktuellen Stand der Technik trennen die Nasszone zuverlässig vom umgebenden Wohnbereich und erlauben Ihnen damit, die Dusche aus ihrem Nischendasein zu befreien. Mit modernen Duschkabinen schaffen Sie sich repräsentative, elegante und Platz sparende Wohlfühloasen in Ihrer Wohnung. Zu diesem Zweck ist eine breit gefächerte Palette von Duschkabinenarten, Türsystemen, Duschabtrennungen und Bodenwannen im Angebot. Entdecken Sie im folgenden Text die unzähligen Möglichkeiten zur Einrichtung Ihrer Dusche in großen und kleinen Bädern oder auch voll integriert in eine offenes Wohnambiente.

Duschkabinenarten – die passende Duschkabine für jede Raumsituation

Die Auswahl geeigneter Duschkabinen hängt zunächst davon ab, ob Ihre Dusche in einem Bereich stehen wird, der von einer, zwei oder drei Wänden begrenzt ist. Es gibt zwar auch Komplettduschen, die völlig frei im Raum stehen können. Sie sind aber eher für Wohnungen gedacht, die gar keine Möglichkeit zum festen Einbau einer Dusche bieten. Dieser Text geht daher nicht weiter auf sie ein.

Die Eckdusche

Eine bevorzugte Duschkabinenart für die Festinstallation im Badezimmer ist der Eckeinstieg. Der Einbau in einer Zimmerecke nutzt den vorhandenen Raum sehr ökonomisch und trotzdem bietet die Eckdusche mit geeigneten Türsystemen einen sehr komfortablen Zugang. Rundduschen und Fünfeckduschen steigern die Raumökonomie noch, indem sie die in den Wohnraum hinein ragende Ecke entweder durch einen Bogen oder eine Diagonale kürzen. Zusammen mit einem geeigneten Türsystem ergibt das einen komfortablen Duscheinstieg. Ganz ohne Türen und dadurch besonders für barrierefreie Bäder geeignet präsentiert sich die Raumdusche. Sie ist als Eckdusche, aber auch als Nischendusche oder freistehend realisierbar, das heißt, nur an der Rückseite durch eine Zimmerwand begrenzt.

Die Nischendusche

Die Nischendusche nutzt typisch einen baulich für den Duscheinbau vorgesehenen Teil des Badezimmers, der an drei Seiten durch Zimmerwände eingefasst ist. Die Duschkabinen für den Einbau in Duschnischen bestehen daher ausschließlich aus einem geeigneten Türsystem. Im Gegensatz dazu schließen Duschkabinen in U-Form die Brause dreiseitig mit ihren gläsernen Wand- und Türelementen ein, lassen sich dadurch frei an einer Zimmerwand positionieren und erzeugen ein ganz neues Raumgefühl. Die Halbkreisdusche ist schließlich eine Variante der U-Kabine mit gebogener Einfassung und das Pendant zur Runddusche für den Eckeinbau.

Weitere Duschkabinenarten

In einer weiteren Variante sind Duschkabinen auch für den Einbau an Badewannen oder für nebeneinander angeordnete Kombinationen aus Dusche und Badewanne erhältlich. Auch in diesen Ausführungen sichern Duschkabinen Ihnen ein ungestörtes Duschvergnügen, ohne Angst vor Überschwemmungen.

Duschkabinentüren: klassisch, elegant, funktional

Schiebetür

Duschkabinen mit Schiebetüren sind ein Klassiker im Badezimmer, aber nicht unbedingt die vorteilhafteste Lösung. Einfache Schiebetüren geben beim Öffnen nur einen Teil des Einstiegs frei und die Innenflächen der Türsegmente sind zum Reinigen schlecht zugänglich. Eine komfortablere Einstiegsbreite ist mit drei- oder vierteiligen Schiebetüren möglich. Duschkabinen mit Eckeinstieg lösen beide Probleme durch zwei gegenläufige Schiebetüren, die in der vorderen Ecke zusammenlaufen. Bei dreigliedrigen Schiebetüren erreicht die Breite des Einstiegs einer Eckdusche fast die gesamte Breite einer geschlossenen Tür und bei viergliedrigen ist sie sogar um ein Viertel größer. Zum Reinigen der Innenflächen können Sie die Schiebetüren beim Eckeinstieg im Wechsel öffnen und schließen, sodass Sie auch von außerhalb der Dusche alle Türsegmente erreichen.

Gleittür

Eine moderne Variante der Schiebetür ist eine Gleittür, die sich wie schwebend öffnet und schließt. Sie lässt sich in der Regel in den gleichen Duschkabinen-Konfigurationen einsetzen, bietet aber mehr Komfort als eine Schiebetür. Oft können Sie die beweglichen Türsegmente am unteren Ende durch leichten Druck gegen die Führungselemente nach innen kippen, sodass der Außenrand der Dusche für die Reinigung leicht zugänglich ist. Gleittüren benötigen allerdings eine stärkere Aufhängung an der Oberseite der Dusche als Schiebetüren, da diese das gesamte Gewicht der Türsegmente trägt und nicht nur als Führungsschiene dient.

Drehtür

Bei genügend großem Raumangebot ist die Drehtür eine einfache und bequeme Alternative für den Duschzugang. Sie besteht aus einem einzigen Türflügel, der wie eine normale Zimmertüre rechts oder links angeschlagen ist und die gesamte Türbreite als Einstieg frei gibt. Wegen des Platzbedarfs kann eine Drehtür als Zugang zur Duschkabine nur nach außen öffnen. Es sei denn, Sie vergrößern Ihre Dusche zu einem rechteckigen Grundriss mit der doppelten Türbreite an der langen Seite, sodass der Eingangsbereich neben der zum Duschen genutzten Fläche liegt. Dann können Sie aber auch ganz auf die Tür verzichten und sich eine barrierefreie Raumdusche installieren. Andererseits gibt es für Duschkabinen auch ähnliche Türsysteme wie die Drehtür, die weniger Platz benötigen und zum Teil auch nach innen zu öffnen sind.

Drehtürsysteme mit Nebenwand

Der Raumbedarf einer Drehtür in Duschkabinen lässt sich auf mehrere Arten reduzieren. Sie können die Tür zum Beispiel auf drei Viertel oder zwei Drittel der Breite der Duschkabine verkürzen und die entstehende Lücke mit einer Nebenwand schließen. Diese ist sowohl für den Einbau auf der Scharnierseite als auch auf der sich öffnenden Türseite erhältlich. Drehtürsysteme mit Nebenwand sind besonders bei Duschkabinen zu empfehlen, deren Eingang an einer oder zwei Seiten von Zimmerwänden begrenzt ist. Sie bieten hier die Möglichkeit, die Türöffnung von der Wand abzurücken, um beengte Verhältnisse am Duscheingang zu vermeiden. Ist nur eine einseitige Begrenzung durch eine Raumwand vorhanden, dann gelingt das optimal, wenn Sie Nebenteil an dieser Wand installieren.

Türflügelsysteme

Weniger Platz als Duschkabinen mit Drehtür benötigen Türsysteme mit mehreren Türflügeln. Diese sind bei Falttüren in der Mitte durch Scharniere verbunden und öffnen dann wahlweise nach rechts oder links. Falttüren laufen wie Schiebetüren in Schienen, sodass sie sich nur zur Seite bewegen können. Im Gegensatz dazu lassen sich die Segmente der funktional ähnlichen Drehfalttür frei in ihren Scharnieren bewegen und können daher auch unterschiedlich breit ausgeführt sein. Eine andere Möglichkeit ist, beide Türflügel getrennt voneinander an den Wänden der Duschkabine zu anzuschlagen. Das ist sowohl mit Klapptüren möglich, die sich zur Innenseite der Dusche hin öffnen, als auch in Form von Pendeltüren, die nach innen und außen beweglich sind. Bei ausreichend Platz vor der Dusche ist diese Lösung besonders bequem.

Drehtüren, Drehfalttüren und Schiebetüren können für den Einsatz in Halbkreis- und Rundduschen auch mit gebogenen Türflügeln ausgeführt werden. Besonders bei Duschkabinen in U-Form müssen Sie Seiten- oder Nebenteile zum Teil an der Oberkante durch mitgelieferte oder als Zubehör erhältliche Verstrebungen stabilisieren, wenn diese eine tragende Funktion haben. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Türen an den Neben- oder Seitenwänden angeschlagen sind.

Türdichtung

Moderne Türsysteme für Duschkabinen sind üblicherweise mit sauber schließenden Dichtungen und Magnetverschlüssen ausgestattet, die einen spritzwasserdichten Verschluss sicherstellen und trotzdem leicht zu öffnen sind. Scharniere mit Hubmechanismus sorgen dafür, dass die Unterkante der Tür mit der Dichtung nur im geschlossenen Zustand auf der Wanne oder dem Boden aufliegt. Das gewährleistet eine freie Beweglichkeit der geöffneten, aber auch einen dichten Abschluss der geschlossenen Türflügel.

Standardgrößen und Sondermaße von Duschkabinen

Die typische Grundrissform der Dusche ist ein Quadrat mit Abmessungen zwischen 80 x 80 cm und 100 x 100 cm. Für mehr seitliche Bewegungsfreiheit finden Sie darüber hinaus rechteckige Duschkabinen und passende Brausetassen bis zu einem Seitenverhältnis von etwa 4:3 und einer Größe von 90 x 120 cm. Noch breitere Duschkabinen sind, zum Beispiel für Raumduschen, mit Seitenverhältnissen bis 2:1 erhältlich. In diesem Fall ist neben der eigentlichen Dusche ein weitere Nassbereich angeordnet, der nicht vom Brausestrahl erfasst wird. So erreichen Sie auch ohne Türen in den Duschkabinen eine zuverlässige Trennung von Nass- und Trockenzonen. Das ist besonders vorteilhaft für die barrierefreie Badgestaltung.

Neben den Standardgrößen sind Duschkabinen vielfach auch in Sondermaßen erhältlich. Diese werden bei Bedarf nach Maß gefertigt und benötigen daher bei der Bestellung und Lieferung etwas mehr Zeit. Für Duschkabinen mit Sondermaßen benötigen Sie zunächst ein genaues Aufmaß. Wenn Sie das nicht selbst aufnehmen wollen, können Sie oft auch einen Aufmaß-Service des Herstellers oder Anbieters in Anspruch nehmen. Für diesen Mehraufwand erhalten Sie eine maßgeschneiderte Duschkabinen-Lösung, die Ihre Räumlichkeiten optimal ausnutzt. Als Sonderausführungen sind beispielsweise auch Seitenteile und Türen mit abgeschrägter Ecke für den Einbau unter Dachschrägen erhältlich. Sondermaße können auch bei bodengleichem Einbau von Duschkabinen in barrierefreien Bädern erforderlich sein.

Wie hoch sind Duschkabinen?

Duschkabinen sind standardmäßig in Höhen zwischen 180 und 200 cm sowie bis etwa 220 cm als Sondermaß lieferbar. Bei Duschkabinen für Badewannen liegen die Standardmaße zwischen 140 und 160 cm. Das trifft ebenso auf die verkürzten Seitenteile zu, die den Abschluss von Duschkabinen zur Badewanne bilden. Die passende Höhe hängt auch von der Formgebung der Duschtasse ab. Bei modernen Bodenwannen in Flachbauweise sind höhere Duschkabinen erforderlich als bei den früher üblichen, tiefen Wannen, damit der Spritzwasserschutz an der Oberkante gewährleistet ist.

Welches Material wird für Duschkabinentüren und Trennwände verwendet?

Bevorzugtes Material für Duschabtrennungen und Türen in Duschkabinen ist inzwischen Echtglas in Form von Sicherheits- oder Verbundsicherheitsglas, wie es auch für Windschutzscheiben in Kraftfahrzeugen eingesetzt wird. Kunstglas, wie Polystyrol oder Acrylglas, wird nur noch in wenigen Duschkabinenserien angeboten. Neben vollständig transparenten Scheiben sind die Glaselemente von Duschkabinen auch in einer Vielzahl von Strukturierungen, satiniert, getönt, verspiegelt oder mit Mustern dekoriert erhältlich.

Bodenwannen und Unterbauten für Duschkabinen

Bei den Duschwannen liegt eine möglichst flache Bauweise, bis zum bodengleichen Duscheinbau im Trend. Die früher üblichen, 20 bis 30 Zentimeter tiefen Duschtassen sind kaum noch zu finden. Flache Bodenwannen oder Bodenelemente ganz ohne Wanne ermöglichen einen bequemen bis barrierefreien Zugang zur Dusche, aber nicht alle kommen ohne einen Sockel aus. Für den sockelfreien bis bodengleichen Einbau muss der Abfluss in den Boden eingelassen werden. Das ist bei Bestandsbauten nicht immer möglich oder kann zu aufwändig sein. In diesem Fall kommen Sie um Duschkabinen mit Sockel nicht herum. Er kann als fertige Schürze in das Duschbecken integriert oder in Form eines separaten Wannenträgers ausgeführt sein, den Sie nach dem Einbau verfliesen.

Duschrückwände als praktische und dekorative Gestaltungsoption

Als Alternative zum üblichen, aber aufwändigen Verfliesen der Wandflächen, die innerhalb der Duschkabine liegen, bieten einige Duschkabinen-Hersteller komplette Duschrückwände an. Diese sind mit Mustern oder Fotodrucken dekoriert und bieten besonders bei vollständig oder weitgehend transparenten Duschkabinen eine attraktive Gestaltungsmöglichkeit, beschleunigen den Ein- und Umbau Ihrer Dusche und ersparen Ihnen Schmutz und Lärm beim Abschlagen alter Fliesen. Das erübrigt sich bei den fertigen Duschrückwänden, da Sie diese unmittelbar auf die gefliesten Wandflächen aufkleben können.

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Duschkabinenreinigung: der lästige Teil des Duschens?

Die Reinigung Ihrer Duschkabine können Sie sich schon durch eine vorteilhafte Auswahl Ihrer Duschkabine erleichtern. Zum einen spielt die gewählte Kabinenart eine Rolle, zum anderen werden Duschabtrennungen und Kabinentüren auch mit einer Anti-Kalk-Beschichtung angeboten. Bei derartig beschichteten Glaselementen reicht schon ein einfaches Abwischen nach dem Duschen, beispielsweise mit einem Mikrofasertuch, um die Flächen dauerhaft sauber zu halten. Für die Reinigung beschichteter Glasflächen sollten Sie aber auch keine scharfen, scheuernden oder säurehaltigen Putzmittel verwenden, sondern nur Glasreiniger oder normale Haushaltsreiniger. Das gilt im Allgemeinen aber auch für die anderen Teile der Dusche, wie Rahmen und Duschwannen, insbesondere bei Becken mit Anti-Rutsch-Beschichtung.

Produktempfehlungen Duschkabinenreinigung

Was kostet eine Duschkabine?

Die Kosten für Duschkabinen hängen vor allem von der Anzahl und Größe der Türen, Neben- und Seitenteile ab. Für die spezielle Formgebungen der abgerundete Türelemente von Rundduschen müssen Sie dagegen nicht mit Aufschlägen rechnen. Die durch die Rundung eingesparte Glasfläche kompensiert den erhöhten Fertigungsaufwand. Duschkabinen mit Drehtür für den Nischeneinbau erhalten Sie im Baumarkt ab rund 350 Euro. Ebenfalls sehr preisgünstig ist die Raumdusche mit einer Glasabtrennung und offenem, seitlichem Einstieg. Je nach Duschbeckengröße ist sie bereits ab etwa 380 Euro erhältlich. Für eine entsprechende Runddusche mit zweiflügeligem Eckeinstieg müssen Sie dagegen circa 950 Euro einkalkulieren, rund 50 Euro weniger als für Duschkabinen mit Eckeinstieg im gleichen Außenmaß. In günstigeren Serien sind beide Varianten bereits ab rund 500 Euro erhältlich. Aufwändigere Duschkabinen, wie etwa eine Eckdusche mit Gleittür und zusätzlicher Seitenwand oder bodengleicher Montage auf gefliestem Untergrund können auch mit 1000 Euro und mehr zu Buche schlagen. Beim Online-Kauf von Duschkabinen erzielen Sie aber oft günstigere Preise.

Wo kaufen Sie Duschkabinen vorteilhaft ein?

Die klassische Einkaufsgelegenheit für Duschkabinen sind Einrichtungshäuser und Baumärkte sowie Handwerksbetriebe, die Sanitärinstallationen ausführen. Zumindest in größeren Märkten können Sie sich an aufgebauten Mustern einen konkreten Eindruck der erhältlichen Duschkabinen verschaffen. Wenn Sie auf gute Vergleichsmöglichkeiten und günstige Preise Wert legen, ist der Online-Einkauf eine zeitgemäße und vorteilhafte Alternative. Das haben auch die klassischen Geschäfte längst erkannt, die mit ihren Angeboten für Duschkabinen in der Regel ebenfalls online zu finden sind.